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flexwork › Hakkımızda bilgiler › Dezember 2007

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Phönix aus der Asche

Die Geschichte des KAINZ Franz, 36 Jahre, auf dem Weg zurück ins Leben.

Nach meinem kapitalen beruflichen Absturz zur Jahrtausendwende absolvierte ich Intensiv- ausbildung zum Zerspanungstechniker beim BFI – Wien. Nach positivem Abschluss führte mich mein Weg zu Flexwork und meinem ersten Einsatz bei GM – Österreich. Doch das Schicksal, in Form von Herbert FUHS, hatte höheres für mich geplant und so landete ich in der Pharmabranche, bei der Firma Dr. Kolassa und Merz, als Maschineneinsteller.

In nur kurzer Zeit formte sich ein unschlagbares Team von vier flexworkern und einem alt-eingesessen Drogisten. Doch das Blatt wendete sich nach etwa einem Jahr.

Der Firmengründer, Dr. Kolassa, trat seinen wohlverdienten Ruhestand an und der große deutsche Pharmakonzern MERZ beschloss den Produktionsstandort Wien aus Kostengründen aufzugeben. Die Produktions- und Abfüllanlage des Dreamteams wurde abgebaut und nach Reinheim im Bundesland Hessen in den Stammproduktionsstandort der Firma MERZ verfrachtet.

Ein harter Schlag für mich, denn die eingespielte Mannschaft löste sich in alle Windrichtun-gen auf. Kollege, Mario KÜHNEL, zum Beispiel folgte den Ruf aus Deutschland und verlegte seinen Wohnort vorerst für sechs Monate nach Reinheim. Ich landete zwar etwas angeschlagen, jedoch mit dem Gedanken wieder in der Pharmaindustrie Fuß zu fassen, in der flexwerkstatt. Die Devise hieß „Kopf hoch und aktiv etwas unternehmen“.

Bei der ersten Gelegenheit durchforstete ich, im Zuge der aktiven Arbeitssuche, das Internet nach Pharmafirmen mit Produktionsstandort in Wien. Davon gab es mehr als ich dachte, doch keine suchte einen Maschineneinsteller.

Rückschlag? Ja, aber kein Grund aufzugeben.

Nächster Tag neues Glück und tatsächlich - „Firma BAXTER, gesucht Linieninstandhalter/Wartungstechniker“- Volltreffer!!!!! Nächster Schritt. Mit der Unterstützung der flexwerkstatt–Trainerin, Isabella SCHNEIDHOFER, verfasste ich ein Bewerbungsschreiben vom feinsten. Jetzt konnte nichts mehr schief gehen.

Nach zwei Wochen kam die Ernüchterung. Schriftliche Absage ohne Angabe von Gründen. Ein herber Rückschlag. Doch nach dem Regen kommt wie man weiß die Sonne.Wir schreiben den 15. August, Feiertag, Maria Himmelfahrt, mein Telefon läutet, dran ist, Herr BRENNER, Produktionsleiter der Firma MERZ aus Reinheim. Mein erster Gedanke, ein Scherz von Mario KÜHNEL, schließlich ist Feiertag. Kein Scherz. Im überwiegend evangelischen Bundesland Hessen gibt es diesen katholischen Feiertag nicht. Es folgt die Frage, ob ich, wie auch Kollege KÜHNEL, nach Deutschland kommen will, um ein neues Team rund um die Produktions- und Abfüllanlage aufzubauen. Ich brauche nicht lange zu überlegen. Mein persönlicher Berater, Herbert FUHS, deichselt die Formalitäten. Anfang September lande ich am Flughafen Frankfurt und werde mit einer Mercedes – Limousine in ein Hotel in Reinheim gefahren.

Die Absage der Firma BAXTER ist Schnee von gestern, zumindest dachte ich die zu diesem Zeitpunkt. Es vergehen drei Wochen. Wieder einmal läutet mein Telefon. Es ist die Personalabteilung der Firma BAXTER in Wien. Ein Vorstellungsgespräch steht im Raum. Ich unterbreite der netten Dame der Personalab-teilung meine Situation und versuche mich gut zu verkaufen. Es gelingt. Der Deutschland- einsatz hatte Eindruck hinterlassen.

Nach fünf Wochen Reinheim breche ich meine Zelte ab und kehre nach Wien zurück. Das große Abenteuer war zu Ende.

Anfang Oktober, montags, Vorstellungsgespräch.Mein Eindruck – gut gelaufen.Und wirklich vier Tage später werde ich bereits durch die Hightech – Produktionsanlage der Firma BAXTER geführt und montags darauf erhalte ich die Einstellzusage per Mitte November.

Es ist vollbracht.

Ich hoffe, dass ich mit meiner Geschichte so manchen Flexworkkollegen bzw. Kollegin vor Augen führen kann, was mit etwas Glück und natürlich etwas Eigeninitiative möglich ist.

Mein spezieller Dank gilt meinem Betreuer, Herbert FUHS, Isabella SCHNEIDHOFER, Flexwerkstatt – Trainerin, und meinem Kollegen und Freund Mario KÜHNEL.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlasse ich nun die Flexworkfamilie mit der Devise, „Nimm dein Leben in die Hand“.

Ich wünsche euch viel Erfolg und ein schönes Leben. 

Hochachtungsvoll
KAINZ Franz